Stimmen und Gegenstimmen zur Hausgeburt

Das Thema Hausgeburt ereifert die Gemüter teilweise heftig. Mit den Argumenten für und wider Hausgeburt möge sich jeder auseinandersetzen, der sich eine eigene Meinung bilden will. Richard Kirschner

Warum nur?

Aus http://www.datadiwan.de/netzwerk/index.htm?/stiftung_paracelsus/sp_012d_.htm
"... Meine erste Erfahrung - ich war schwanger, und ich fragte mich, warum ich nicht mehr mitzureden hatte. Es waren sehr einfache Fragen. Warum musste ich hier anästhesiert werden? Warum musste ich einen Dammschnitt über mich ergehen lassen? Warum musste ich auf dem Rücken liegen während der Geburt? Warum durfte mein Mann nicht dabei sein? Warum durfte die Familie nicht dabei sein? All das waren Fragen, die ich mir stellte. Ganz grundlegende Fragen also. Aber diese Fragen stelle ich auch heute noch. Warum ist das Mitspracherecht der Frauen so gering? ..."

( Man muß nicht Feministin sein, um auf solche Fragen zu stoßen. Es sind Fragen, die auch mir als Mann und Vater gekommen sind. R. K.)

Risiko-orientierte Zeremonien der modernen Medizin

http://www.kidmed.de/forum/showtopic.php?post_start=575&thread[threadid]=14
"Wenn ich diese Frage stelle, dann wird folgendes offensichtlich: Die 'Geburt' heute ist in ein dichtes rituelles Geflecht eingefügt, in dem sich die Mehrzahl der Frauen fast zwangsläufig verfängt. Jede Zeremonie, vom ersten Bluttest zur letzten Eintragung im Mutterpaß, prägt einen Glaubenssatz - den Mythos über eine Gefahr, die technisch gebannt werden soll. Jede Zeremonie, die sich in die Geburtsliturgie reiht, beschwört eine Angst und macht den Vorgang der Geburt jedes Jahr beängstigender. Denn mit jeder dieser risiko-orientierten Zeremonien wird jeder Gebärenden das medizinische Urteil verkündet, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Gefahr, vor deren Folgen sie gefeit werden soll, schon in ihr steckt. Jede der rituell beschworenen Ängste liefert die Frau einer neuartigen Hilflosigkeit aus: nicht auf "ihre Natur", nicht auf die Hebamme oder die Mutter Gottes kann sie hoffen; sie kann sich nur dem zusätzlichen Risiko der angebotenen Routinen unterwerfen. Geburt ist nicht mehr etwas, das Frauen können, sondern etwas, wozu sie in einem verwaltenden sozialen Vorgang gebraucht werden. Nicht ein selbstbewußtes Tun, sondern eine Lebenskrise, die
nur durch Dienstleistungskonsum zu überstehen ist."
(Bezugnehmend auf Seite 59 von http://www.pudel.uni-bremen.de/subjects/entkoerperung/READERdoc1.PDF)

Übermut der Hausgeburtsfreunde

http://www.kidmed.de/forum/showtopic.php?post_start=575&thread[threadid]=14
"Wenn ich mir das Gejammere über die Anwendung neuester Technologie in der Geburtsbegleitung so ansehe, fällt mir nur eins dazu ein: Wenn's dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis."

( Wie vorher schon festgestellt: Kranke zum Arzt, Gesunde zur Hebamme! Es geht nicht um Verteufelung moderner medizinischer Technologien, sondern um fragwürdige, überflüssige Anwendungen bei gesunden Schwangeren, Gebährenden und Müttern, zu denen sich Ärzte - nicht alle! - hinreißen lassen. R.K. geburt.shtml)

Zu "Übermut der Hausgeburtsfreunde"

http://www.kidmed.de/forum/showtopic.php?post_start=575&thread[threadid]=14
"Meine Rede! Den Deutschen geht es einfach zu gut hier! 24 Stunden Trinkwasser aus der Kloschüssel, Gas- und Stromzufuhr rund um die Uhr, Versicherungen gegen Glasbruch, Reiserücktritt und noch viel unnötigere Dinge, da wird das Leben einfach langweilig. Die Jugendlichen verschaffen sich den Kick per Bungeejumping und S-Bahn-Surfen und die Muttis mittels Hausgeburten. Deshalb gucken wir ja auch so gerne Krimis an.

Vorschlag: diese Leute packen und mal für ein halbes Jahr in ein Entwicklungsland schicken. Die werden danach garantiert über manche Dinge hier anders denken!"

( Diese Argumentation auf Stammtischniveau trifft mich genausowenig wie den Schreiber, wenn ich sagen würde, daß sich die Ärzte aus Langeweile und weil sie für eine normale Geburt überflüssig sind, nur wichtig machen und sich mit Meßinstrumenten und Messer in Szene setzen. Die Ärzte verschaffen sich den Kick per Dammschnitt und Bauchaufschneiden, immerhin einträglicher als Bungeejumping und S-Bahn-Surfen und dazu weniger gefährlich für die eigene Person. R. K.)

Geschwätz von Richard Kirschner

Ein Kinderarzt / Operateur ließ sich zu solcher Äußerung hinreißen:
"Perfides, zynisches Ideologen- und Abzockergeschwätz: ( Bezugnehmend auf nachfolgendes Zitat von R.K.) Viel ist machbar, wenn sich die Frauen vorher richtig informieren und beharrlich auf der Realisierung ihrer Vorstellungen bestehen. Es ist ihr Leben und ihr Baby. Die Verantwortung dafür wird kein Arzt übernehmen."

Hausgeburtshebamme gegen Angstmacher

http://www.kidmed.de/forum/showtopic.php?thread[threadid]=14&post_start=25&time=
"Und seit zwei Jahren gibt es auch Zahlen: ( http://www.quag.de )

Da nutzt es garnichts wenn Sie mit irgendwelchen vermeintlichen Einzelfällen herumprahlen wollen.
Wir Hebammen haben es überhaupt nicht nötig auf Ihre Art der Diskussion einzusteigen, deswegen sind wir auch alle so unfreundlich zu Ihnen. Wir mögen nämlich kontruktive Kritik und haben dann auch Lust zu diskutieren.

Trotzdem arbeite ich nun mal mit Ihren Worten in der Hoffnung, daß Sie mich verstehen : Was sagen Sie denn dazu Herr Behrmann, vorletzte Woche ist in einer Klinik der Maximalversorgung ein Kind spontan geboren, als unauffällig ambulant entlassen, und 24 Std. pp. verstorben. Niemand weiß warum.
In der selben Woche ist eine Frau nach einer sectio an einer Fruchtwasserembolie gestorben.

Ich sage, es waren dramatische Einzelfälle, und weiß, daß kein Arzt alles im Griff hat und retten kann. Wir alle im med. Bereich Tätigen sind nicht wirklich "Herr" über Leben und Tod, also stellen Sie bitte die klinische Geburtshilfe realistischer da, wenn Sie sich schon erdreisten als Kinderarzt darüber zu urteilen, und den "Fachmann" raushängen lassen.
Viele Grüße von einer Hausgeburtshebamme, die seit vielen Jahren zufrieden und mit einem wunderbaren out-come arbeitet."

Geburt im Krankenhaus, aber eine Einstellung zur Schulmedizin

"Währed dieses Krankenhausaufenthaltes haben ca. acht Ärzte und Ärztinnen in meinem Unterleib "herumgefummelt(?)" und bei beiden war es mir gleich unangenehm. Eine Ärztin hatte drei Hebammenschülerinen dabei während sie mit ihren wahnsinnig langen Fingernägeln meinen Unterleib untersuchte. Wobei alle von diesen Ärzten das selbe feststellten.
Daraufhin bat ich um entlassung aus dieser unmenschlichen Uniklinik und verließ diese ohne zu zögern. Daraufhin mußte ich mir eingestehen, dass ich die Verantwortung für meinen Körper alleine trage. Und so verzichtete ich auf weitere Untersuchungen und ging dann ins Krankenhaus als ich bemerkte dass es soweit war. Zwar neun Tage vor dem errechneten Termin aber mein Kind kam gesund zur Welt. Und somit fing ich an mich mit der Homöopathie und auch mit der Schulmedizin auseinanderzusetzten. Nun habe ich mir öfter ihre Beiträge und Bei träge von Hebammen(Tanja´s usw.) durchgelesen und muss zum erstaunen feststellen dass wir doch alle irgendwo wissen dass wir gar Nicht´s wissen.
Und wenn ich nach meinem Körper und meinem Gefühl gehe muss ich mir eingestehen dass die bißher so feine Schulmedizin doch nur zum Unterdrücken ihrer Patienten, Erreger und Krankheiten neigt. Aber auch ihrer Gegner.
Das finde ich weniger Schmeichelhaft und eher sehr traurig.

Hochachtungsvoll

MutterT."

Technik beruhigend

Thread im Brigitte Forum: Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu? http://www.brigitte.de/
( Bezugnehmend auf http://www.top-emma.de/kirschne.shtml )
"Nun ja, das ist alles gut und schön. Ich hatte eine unkomplizierte Schwangerschaft. Dann aber 3 1/2 h Austreibungsphase bei Hinterer Hinterhauptslage. Da war ich froh, dass ich in einem Krankenhaus war. Das Kind kam mit Saugglocke, aber ich war froh, dass ein Op-Saal nebenan war, für alle Eventualitäten. Weder die Kinder noch ich sind davon geschädigt im Krankenhaus entbunden zu haben, bzw. entbunden worden zu sein. Mir macht Technik nicht Angst sondern beruhigt mich. Aber wieder einmal wird die eigene Methode als die einzig vernünftige hingestellt. Wie ich das hasse!!!!"

( Bei uns kamen auch zwei Kinder mit Saugglocke zur Welt. R. K. )

Entsetzen über Fam. Kirschner

Thread im Brigitte Forum: Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu? http://www.brigitte.de/
( Bezugnehmend auf http://www.top-emma.de/kirschne.shtml )

"du liebe zeit! was ist das denn?????????????????????????"

( Na aber! Sind wir denn Marsmenschen? R. K. )

Kinder schon, aber nicht zu viele bitte!

Thread im Brigitte Forum: Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu? http://www.brigitte.de/
( Bezugnehmend auf http://www.top-emma.de/kirschne.shtml )

"Ach du Schande. Dass eine der Töchter mal nicht so viele Kinder haben will, sagt ja schon einiges.

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positiv denken "

( Diese Tochter hat mich gleich mit 19 zum Opa gemacht bei einer Hausgeburt. Im übrigen empfehle ich nicht jedem, so viele Kinder zu haben, genausowenig wie ich jedem eine Hausgeburt empfehle. R. K. )

 

Luxus Privatgeburt - Über Hausgeburten
Neu 2009:
"Luxus Privatgeburt"
Viele ergreifende Berichte von Müttern mit Bildern

Stillen und Tragen
Das Forum für engagierte Eltern

Geburtshaus Nannhofen bei München
Ein Refugium für werdende Mütter, die nur ins Krankenhaus gehen, wenn sie krank sind

Eine kleine Einführung zum Thema
von Ina Rieder - Hebamme mit Mut zur Natur

Stillen - keine Frage
völlig private Ansichten, nicht für Mediengeschädigte zur Nachahmung geeignet

Hebammen Websites

Checkliste für Hausgeburt

Stimmen und Gegenstimmen

Familie Kirschner
8 Hausgeburten nach einem Kaiserschnitt - aus Erfahrung klug.

Ernährungsindustrie
Einseitige Darstellung gegen Konzerne

Manche finden meine Initiative für Hausgeburt aggressiv bis verrückt wie man im Forum bei www.brigitte.de mitlesen konnte. Manche stören sich an gewissen Formulierungen. Trotzdem lasse ich diese Seiten wie ich sie einst verfaßt habe auf die Gefahr hin mißverstanden zu werden als bescheidene Gegenstimme zum typisch deutschen Medizinwahn in Sachen Geburt. Zum Glück gibt es noch Hebammen in Deutschland, die bereit sind, sich den üblen Nachreden und Vorhaltungen von Krankenhausgeburtsverfechtern auszuliefern oder besser gesagt entgegenzustellen. Besonderer Dank geht an unseren lieben Dr. Lehmann / Frauenarzt und seine Frau Alina / Hebamme, die bereit waren, unser 2. Kind zuhause zu entbinden, nachdem unser erstes durch Kaiserschnitt zur Welt kam und uns bis auf wenige Ausnahmen alle für verrückt erklärt hatten. Ich erspare mir und den Lesern, über die traumatische Geburt im Krankenhaus zu berichten, die mit einem Kaiserschnitt endete. Wichtiger Hinweis sei noch gestattet: Wir empfehlen niemand eine Hausgeburt, wenn Mutti und Vati Zweifel hegen. Solche "Hausgeburten" mit Zwiefel enden sowieso meistens im Krankenhaus. Die Hebamme des Vertrauens entscheidet, was am besten für Mutti und Kind ist. Dafür gibt es sie ja: Hausgeburtshebammen.
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